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REPORTS
 Entscheidend bei Modernisierungen ist immer der Stand der Mess-, Steuer- und Regeltechnik.
Entscheidend bei Modernisierungen ist immer der Stand der Mess-, Steuer- und Regeltechnik.

© Bilder: Zwick
 Mechanische Komponenten wie der Lastrahmen zählen zur Wertsubstanz jeder Prüfmaschine.
Mechanische Komponenten wie der Lastrahmen zählen zur Wertsubstanz jeder Prüfmaschine.
 Wichtig ist, dass mit standardisierter Technik modernisiert wird, so dass die Maschine im Bedarfsfall schnell repariert werden kann.
Wichtig ist, dass mit standardisierter Technik modernisiert wird, so dass die Maschine im Bedarfsfall schnell repariert werden kann.
QUALITÄTSMANAGEMENT

Anti-Aging für Prüfmaschinen
Auch wenn die Mechanik viel länger hält: Nach spätestens einem Dutzend Jahre sind Elektronik und Software überholt und die Maschine ein Sanierungsfall. Ersatzinvestition ist dennoch selten zwingend. Am Ende jeder professionellen Modernisierung stehen nämlich Maschinen, die funktional neuwertig sind. Die Zwick GmbH, selber Hersteller von Mess- und Prüfsystemen sagt, worauf es beim Anti-Aging ankommt.

30.11.2009 - Die Substanz ist meist vorhanden. Mechanische Prüfmaschinen-Komponenten wie der Lastrahmen nutzen sich nur langsam ab. Theoretisch lassen sie sich über Jahrzehnte hinweg ohne qualitative Einbußen verwenden. Elektrik-, Elektronik- und Informatik-Komponenten dagegen veralten schneller. Ihr Einsatz ist meist auf ein Dutzend Jahre begrenzt. Dann ist die Technik überholt. Sind Lastrahmen und das vorhandene Zubehör also intakt, können die Maschinen sinnvoll modernisiert werden. Bei elektro-mechanischen Prüfanlagen sollte jedoch nicht nur die Mess-, Steuer- und Regel-Elektronik nebst Prüfsoftware erneuert werden. Auch sollte man wartungsfreie AC-Servo-Antriebe einplanen. Komponenten wie die Kraft- oder Längenänderungs-Aufnehmer hingegen können mit kleinen Anpassungen weiter verwendet werden. Entscheidend für die Modernisierung ist immer der Stand der Mess-, Steuer- und Regeltechnik. Digitale Elektroniken sind flexibel und modular aufgebaut.

Synchronisierte Modul-Steckplätze sorgen dafür, dass die Signale nicht zeitversetzt ausgewertet werden. Hinreichende Auflösung im gesamten Messbereich wird dabei über ein Echtzeit-Betriebssystem sichergestellt. Die Ulmer Zwick GmbH+Co. KG erweitert mit ihrer Steuerungs-Elektronik Test Control für Kraftaufnehmer den Messbereich bis herab auf 0,1 % der Nennkraft. Dies erspart den Wechsel zwischen mehreren Aufnehmern. Die Messdaten werden mit 500 Hz synchron erfasst, was eine detaillierte Analyse der Messergebnisse erlaubt.

Oft wird die Probenverformung indirekt über die Position der Maschinen-Traversen aufgenommen, also nicht an der Probe durch Längenänderungs-Aufnehmer gemessen. Daher ist es wichtig, dass modernisierte Maschinen die Wege der Traverse höchst genau messen und positionieren sowie die Durchbiegung an Maschinen- und Kraftaufnehmer in Echtzeit kompensiert wird. Auch wenn bei keine nachträgliche CE-Vergabe nötig ist, müssen die Vorschriften der Unfallverhütung eingehalten werden. So gehören sämtliche Prüfsystem-Elemente im Not-Aus-Kreis integriert. Die Überwachung des Prüfraums via Elektronik und Software muss den höchst möglichen Schutz für Werker und Gerät bieten. Mit der Einhaltung der elektromagnetischen Verträglichkeit ist bei modernen, meist aber empfindlichen Elektroniken sicher gestellt, dass sie keine Störsignale aussenden. Umgekehrt dürfen sie nicht durch Signale von Herzschrittmachern, Mobiltelefonen, Hallenkränen oder sonstigen Geräten zu irritieren sein.

Vor allem starke Antriebe arbeiten nicht mehr mit der Gleichstrommotor-Technik (DC), sondern nutzen Drehstrom-Synchronmotoren (AC). Letztere zeichnen sich insbesondere durch eine höhere Auflösung aus und sind weitestgehend wartungsfrei. Bürsten und Kollektoren gibt es hier nicht mehr. Die AC-Motoren lassen sich reaktionsschnell, präzise und dynamisch regeln. Sie sind belastbar und robust. Zudem verbrauchen sie weniger Energie und positionieren auch ohne Zwischengetriebe exakt. Ihr hohes Tempo beschleunigt die Prüfabläufe.

Ersatzteile auch für Fremdmaschinen
In der Industrie sind die meisten Prüfungen klar normiert. Moderne Prüfsoftware-Pakete decken diese Normen ab. Der Anwender kann ohne Programmierkenntnisse nach Eingabe der Parameter, die durch die Norm variabel gestaltet sind, direkt starten. Allerdings müssen auch komplexe, nicht normierte Prüfabläufe möglich sein. Sie sind für die Forschung wichtig. Standardisierte Schnittstellen zu Büro-Programmen oder Qualitätsdatenbanken helfen bei der sicheren Datenübertragung. Auch spezifische Software und Datenbanken lassen sich von erfahrenen Anbietern meist komplett einbinden. Die Software sollte Bedienfehler und Manipulationen durch Plausibilitäts-Prüfungen ausschließen. Auch die Richtigkeit der Berechnungsroutinen sollte nachweisbar sein.

Die Auswahl des passenden Anbieters hängt nicht nur von der Modernisierung selber ab. Auch die Aftersales-Betreuung ist entscheidend. So sollte für Rückfragen eine schnelle, unbürokratische Hotline zur Verfügung stehen. Datenbanken, in denen die Maschinen-Konfiguration des Kunden gespeichert ist, helfen bei der Beratung. Ein flächendeckendes Servicenetz sollte für den Fall der Fälle eine schnelle Fehlerbehebung gewährleisten. Dabei ist es wichtig, dass die modernisierte Maschine mit standardisierter Technik ausgerüstet ist, so dass sie im Bedarfsfall schnell repariert werden kann.

Die Ersatzteil-Versorgung für die Anlage, und allein für die Komponenten der Modernisierung, wird von einigen Anbietern für mindestens zehn Jahre zugesichert. Zwick gewährleistet diesen Zeitraum auch für solche komplett modernisierten Maschinen, die nicht von Zwick hergestellt wurden wie für Frank, Schenck-Trebel, Roell+Korthaus, UTS und andere Hersteller.



Firmeninfo:
Zwick GmbH+Co. KG
August-Nagel-Straße 11, 89079 Ulm
Tel.: +49 7305 10-0
Fax: +49 7305 10-200
E-Mail: info (at) zwick.de
Internet: www.zwick.de

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