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Laser-Messköpfe ermitteln Isolationswanddicke

Messtechnik ist in der Kabelproduktion Standard. Sie soll die Qualität sichern, Abläufe und Kosten optimieren. Die Systeme messen dabei in Echtzeit Dimensionen der Kabel wie Durchmesser, Ovalität, Wanddicke und Exzentrizität. 

Eine verbreitete Methode zur Bestimmung der mittleren Wanddicke ist das Durchmesserdifferenz-Verfahren. Es berechnet aus den Werten zweier Durchmesser-Messgeräte die Wanddicke. Vor 40 Jahren waren die ersten auf diesem Prinzip basierenden Geräte unter dem Namen Sikora „Isowand“ in Ader- und Mantellinien im Einsatz. Die Messung der mittleren Wanddicke nebst Regelung von Extruderdrehzahl und Liniengeschwindigkeit sind auch heute eine attraktive Methode. Beim Durchmesserdifferenz-Verfahren wird der Durchmesser berührungslos an ortsgleichen  Punkten vor und nach dem Extruder mittels Lasermessköpfen gemessen. Ausgewertet wird in Kombination mit den prozessorgesteuerten Anzeige- und Regelsystemen „Ecocontrol 1000“ oder „6000“.

Ein durch die Liniengeschwindigkeit gesteuerter Laufzeitspeicher verzögert den vor dem Extruder registrierten Durchmesserwert so lange, bis dieser Punkt die Position des zweiten Messkopfes nach dem Extruder erreicht. Aus der Differenz der ortsgleich aufgenommenen Werte wird die mittlere Wanddicke bestimmt. Berücksichtigt wird bei der angezeigten Wanddicke bereits die Materialschrumpfung. Der prozentuale Schrumpfungswert wird einem Rezept entnommen oder mit einem zusätzlichen Messkopf am Ende der Linie aus den Heiß-/Kaltwerten des Durchmessers mit dem Heiß/Kalt Regelmodul „HC 2000“ berechnet. Das Differenzmessprinzip eignet sich vor allem für Linien, bei denen auf eine Messung der Exzentrizität verzichtet werden kann. Dieses Verfahren wird auch in Tandemlinien eingesetzt, wobei in diesem Fall die beiden Wanddicken aus einer Messung vor dem ersten und zweiten Extruder sowie nach dem zweiten Extruder berechnet werden. Sind neben der Wanddicke Exzentrizitäts-Messwerte gefordert oder ist die Wanddickenbestimmung mittels Differenzmessung wegen der Kabelkonstruktion ungünstig, empfiehlt sich der Einsatz des Röntgenmesssystems „X-Ray 6000 Pro“. Das Gerät misst in Echtzeit Wanddicke, Durchmesser und Exzentrizität von bis zu drei Schichten unterschiedlichen Materials. 

Sikora AG
Tel.: +49 421 48900-0
www.sikora.net