UMFORMtechnik (Blech)

 
 
   

50 statt zwölf Schweiß-Konstruktionen pro Tag

Henle Baumaschinentechnik nutzt zur Produktion von Ausrüstung und Anbaugeräten eine Schweißanlage von Erl Welding. Mit der Kompaktzelle Typ „PA-ET-2PD-XL“ fertigt das Unternehmen jetzt präziser und konnte auch seine Kapazität ausbauen.

Löffel, Schnellwechsler und Sonderausrüstung für Baumaschinen fertigt Henle in verschiedenen Größen. Das bedeutet Teilevielfalt. Bislang waren sämtliche Schweißarbeiten von Hand erledigt worden. Dennoch waren es unterm Strich die wiederholten Abläufe und Geometrien, die für Roboterschweißen geeignet sind. Henle hatte sich schon seit längerem mit Automatisierungslösungen auseinandergesetzt, um die Produktionszeiten zu verkürzen. „Wir waren mit einigen Anbietern in Kontakt und haben Schweißversuche durchführen lassen. Perfekt ins Anforderungsprofil passte die Schweißanlage von Erl“, sagt der Geschäftsführer der Henle Baumaschinentechnik GmbH, Gerhard Henle. Sein Haus hat sich Anfang 2017 für eine Roboterschweißanlage „PA-ET-2PD-XL“ zum automatisierten MIG-/MAG-Schweißen entschieden. 

Sie arbeitet mit einem Panasonic-Schweißroboter, hat einen elektrisch betriebenen Takttisch für die Bauteilzufuhr und eine Schutzeinhausung. Ebenfalls zum Projektumfang gehörte die Programmiersoftware Panasonic „DTPS“ sowie Schulungen für die Bedienung der Anlage und die Bauteilprogrammierung. „Begonnen haben wir auf der Roboterschweißanlage mit Schnellwechselaufnahmen für Baggerschaufeln. Der Leistungssprung war enorm. Im Vergleich zum Handschweißen konnten wir die Stückzahlen in kürzester Zeit mehr als vervierfachen“, berichtet Henle. 
Dieses Ergebnis ist nicht überraschend. Der Schweißroboter hat eine Reichweite von 1800 mm und deckt so einen großen Arbeitsbereich ab. Die Bauteilzuführung übernimmt ein 180-Grad-Takttisch mit zwei Arbeitsstationen und mittig angebrachtem Blendschutz. Während der Roboter auf einer Seite schweißt, kann das System auf der anderen Seite bestückt werden. Zudem hat der Takttisch an beiden Arbeitsstationen eine Zusatzachse zur Aufnahme der Schweißvorrichtungen, die jeweils frei programmierbar ist und das Schweißen auf jeder Bauteilseite sowie das schweißsynchrone Drehen ohne Umspannen ermöglicht. 

Bevor die Schweißvorrichtungen mit Baugruppen bestückt werden können, werden sie großteils manuell geheftet. Dafür kommen vom Handschweißen bestehende Vorrichtungen,  die für das Roboterschweißen optimiert wurden, zum Einsatz. Durch das Vorheften können zum einen die Heftvorrichtungen weiterverwendet werden, zum anderen wird dadurch das Aufspannen der Teile auf den Takttisch einfacher. Mit nur wenigen Handgriffen können die Anlagenbediener die Aufnahmen bestücken. Durch ein intelligentes Stecksystem für Schweißvorrichtungen kann Henle jederzeit flexibel auf Nachfragen reagieren. Zudem kann der Anwender beliebig Vorrichtungen für unterschiedlichste Bauteile eigenständig ergänzen. Durch die Offline-Programmierung kann Henle den Roboter am PC programmieren, Abläufe optimieren und Stillstandzeiten vermeiden. Zudem kann mit der DTPS-Software die Zugänglichkeit für den Bau weiterer Vorrichtungen untersucht werden. Mittlerweile verfügt Henle über eine umfangreiche Programmsammlung und Programmiererfahrung, was die Erstellung neuer Programme extrem erleichtert.

Innerhalb weniger Wochen war die Anlage vollständig in die Produktion eingebunden und entlastete die Schweißerei. Sie ist mittlerweile ein Jahr in Betrieb und hat alle Erwartungen übertroffen. Ein Beispiel: Von bislang zwölf pro Tag manuell geschweißten Konstruktionen ist der Ausstoß jetzt auf 50 Teile täglich gestiegen. Neben der Produktivität ist auch die Schweißnahtqualität gewachsen.  

Henle Baumaschinentechnik GmbH
Ringstraße 9 
89192 Rammingen
Ansprechpartner ist Gerhard Henle
Tel.: +49 7345 96770
info@henle-baumaschinentechnik.de
www.henle-baumaschinentechnik.de

Erl GmbH
Kleegartenstraße 34
94405 Landau a.d. Isar
Ansprechpartner ist Stefanie Kaufmann
Tel.: +49 9951 9888-0
info@erl-welding.de
www.erl-welding.de