UMFORMtechnik (Blech)

 
 
   

Assistenzsysteme sorgen für Prozesssicherheit

Trumpf zeigt in Hannover digital vernetzte Anwendungen für die Blechbearbeitung, die Fertigungsprozesse vereinfachen und effizienter machen. 

„Unsere Maschinen agieren immer eigenständiger und entlasten die Mitarbeiter bei vielen Tätigkeiten. Das geht nur mit einer vernetzten, intelligenten Produktionsumgebung. Mit ihrer Hilfe gelingt es uns, die Produktivität zu steigern und so die Wettbewerbsposition unserer Kunden zu sichern. Künstliche Intelligenz ist der Schlüssel dafür“, sagt Heinz-Jürgen Prokop, Vorsitzender des Geschäftsbereichs Werkzeugmaschinen bei Trumpf. Es bringe kaum noch etwas, auf immer noch höhere Laserleistung zu setzen. Vielmehr gehe es um den vernetzten Maschinenpark und die der eigentlichen Produktion vor- und nachgelagerten Prozesse. Dort und durch intelligente Datenauswertung ließen sich die größten Produktivitätsgewinne erzielen. Bereits heute hat das Unternehmen durch zahlreiche Assistenzsysteme in seinen Maschinen den Grundstein für die autonome Fabrik gelegt. Ein Beispiel ist „Smart Collision Prevention“. Die Funktion kalkuliert bereits bei der Programmierung kippende Teile mit ein und entwirft eine Abarbeitungsstrategie, die Kollisionen mit dem Schneidkopf vermeidet. Immer mehr Maschinenfunktionen steuern die Prozesse selbstständig, etwa durch die sogenannte „Smart Nozzle Automation“. Diese Funktion inspiziert regelmäßig die Düse und wechselt sie gegebenenfalls automatisch aus, wenn sie beschädigt ist. Bei dem „Tru Laser Center 7030“ läuft von der Programmierung bis hin zum Sortieren der Teile sogar alles automatisiert ab. Datenanalyse verbessert bei dieser Maschine bereits heute die Prozesse. Mit Hilfe von Kunden-Rückmeldungen in Form von Daten wird die Anlage bei Trumpf kontinuierlich verbessert. Künstliche Intelligenz sei die nächste Stufe der Industrie 4.0, ein Beispiel sei die Entladeeinheit der Maschine. Die Pins, die das Blech aus dem Restgitter nach oben heben, sorgen dafür, dass Sauger die Teile prozesssicher entnehmen können. Gelingt das den Pins nicht auf Anhieb, leitet die Maschine selbständig einen neuen Entnahmezyklus ein. Den wiederholt sie wenn nötig auch mehrmals hintereinander, damit es funktioniert. Diese sogenannten Retry-Versuche verarbeitet die Maschine und lernt aus ihnen. 

Trumpf GmbH+Co. KG
Euroblech 2018, Halle 11 Stände B 94 und B 48
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