UMFORMtechnik (Blech)

 
 
   

Komplexe Abläufe? Ja, und?

Die 3D-Simulationsplattform „Fastsuite Edition 2“ beherrscht vielschichtige Abläufe. Ob es sich dabei um Rollfalzen oder Schweißen handelt, um 3D-Laserschneiden oder Lackierung, ist nachrangig. Cenit demonstriert dies am Beispiel einer Roboterzelle.

For our English speaking readers:
Complex processes? So what?
The 3D simulation platform "Fastsuite Edition 2" masters complex processes. Whether it is roll-hemming or welding, 3D laser cutting or painting, is subordinate. Offerer Cenit demonstrates this with the example of a robot cell.

Mit „Fastsuite Edition 2“ wird nicht mehr die Maschine oder der Roboter programmiert. Vielmehr werden die Roboterbahn und das Bearbeitungsprogramm direkt aus den CAD-Daten generiert. Dabei spielt es keine Rolle, ob Material aufgetragen, transportiert oder abgetragen wird. So unterstützt die Software das Laserschweißen und weitere Fertigungstechnik in der Blechverarbeitung optimal und sorgt für große Fortschritte bei Anlagenverfügbarkeit, Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit.

So genannte Technologiepakete erleichtern die semantische und herstellerneutrale Programmierung. Sie unterstützen den Aufbau von Roboterbahnen auch für die Definition aller Parameter und Steuerungsbefehle. Dies sichert konstante Programmqualität unabhängig vom verwendeten Robotertyp oder von der Erfahrung der Anwender. Als herstellerunabhängiger Software-Anbieter hat Cenit Schnittstellen zu allen gängigen Roboter- und Anlagenherstellern im Programm, deren proprietäre Systeme als virtuelle Steuerungen in die 3D-Programmier- und Simulationsplattform eingebunden werden können. Trotz dieser Leistungsfähigkeit und der umfassenden Simulation aller Anlagenteile und Prozesse ist das System so einfach und intuitiv zu bedienen, dass selbst unerfahrene Bediener nach einer dreitägigen Schulung durch Cenit in aller Regel das Programmpaket problemlos einsetzen können. Auf dem Cenit-Stand wird die Offline-Programmierung an verschiedenen Technologien, beispielsweise Laserschweißen, Rollfalzen, Bahnschweißen, 3D-Laserschneiden oder Punktschweißen verdeutlicht.

Auch in der Praxis zeigt die Fastsuite Edition 2 schon bei einer ganzen Reihe namhafter Kunden und Hersteller, was sie kann. In Verbindung mit Fanuc-Robotern und deren Steuerung „Robo Guide" unterstützt die Lösung beispielsweise beim Bahnschweißen parametrisch umfangreiche Schweißstrategien und -methoden und adaptive Prozesse wie das Einmessen der Bauteillage oder die Nahtverfolgung. Robo Guide wird dazu als virtuelle Steuerung an die Fastsuite Edition 2 angebunden, um eine noch realistischere Simulation zu erhalten. Auch zusammen mit Robotern von Kawasaki, Reis, Yaskawa, Jenoptik oder Kuka hat sich Fastsuite bereits als perfekt abgestimmte 3D-Layout- und Simulationsplattform bewährt.

Erleichterte Offline-Programmierung

Systemintegrator Haimerl Lasertechnik setzt beim Aufbau von Anlagen für das Laserschweißen auf die Fastsuite Edition 2. Dabei nutzt er alle Funktionen vom Import der Bauteil- und Vorrichtungsdaten über Offline-Programmierung, Simulation und Optimierung bis hin zum fehlerfreien Einspielen der Programme auf die reale Anlage. Nachträgliches Teachen ist in aller Regel nicht mehr notwendig. Der genaue Aufbau der Vorrichtungen und der Bauteile sichern den Betrieb.

Crown verwendet die Software in seiner Fertigung in Roding für seine Anlagen zum Roboterschweißen. Nach eigenem Urteil hat der Gabelstaplerhersteller sehr viel für die Effizienz beim Roboterschweißen erreicht. Statt mehrerer Tage dauert das Programmieren eines neuen Werkstücks oder einer neuen Teile-Variante nur noch wenige Stunden. Weil die Programmierung in der Simulationsumgebung von Fastsuite Edition 2 geschieht, also parallel zum Produktivbetrieb der Anlage, wurden die Stillstandzeiten der Anlage verringert. Die Zeit zum Einrichten und Teachen neuer Bauteile ist auf ein Minimum reduziert. Die Qualität der Schweißstellen an den massiven Stahlteilen ist durchgehend sehr gut.

Während die früheren Programmversionen vor allem auf die Offline-Programmierung der Steuerungen fokussiert waren, hat Cenit mit der aktuellen Generation die Funktionen für die vor- und nachgelagerten Schritte massiv erweitert. Das beginnt schon beim Import von CAD-Daten aus der Fertigungs- und Fügefolgenplanung als Basis für das Produktionslayout. Hier beschleunigt die Fastsuite Edition 2 den Anlagenaufbau mit vordefinierten Simulationskomponenten in Form von mechatronischen Modellen. Wenn dabei projektspezifische Komponenten nicht in der mitgelieferten Bibliothek enthalten sind, können sie über eine Direktanbindung an Cadenas „Part Solutions“ als smarte Komponenten aus den umfangreichen 3D-Herstellerkatalogen geladen und sofort in der Simulation verwendet werden.

Ohne reale Anlage getestet und optimiert

Mit dem Layout, der Offline-Programmierung und der virtuellen Einbindung herstellerspezifischer Steuerungen entsteht ein komplettes mechatronisches Anlagenmodell, das als Simulationsumgebung direkt zur Programmable Logic Controller-Validierung (PLC) und zur virtuellen Inbetriebnahme genutzt wird. Die virtuelle Anlage verhält sich dabei identisch zur realen Hardware – inklusive aller I/O-Signale oder Sensordaten. So kann die Steuerungssoftware bereits in einer frühen Projektphase absolut verlässlich getestet und optimiert werden, obwohl die reale Anlage noch gar nicht aufgebaut ist. Das bringt zwei entscheidende Vorteile: Die Projektlaufzeit für den Anlagenaufbau wird drastisch reduziert, und mögliche Fehler können mit der virtuellen Inbetriebnahme schon vor dem Aufbau der echten Anlage erkannt und korrigiert werden. All das macht die Software natürlich auch für Systemintegratoren zu einer sehr interessanten Lösung: Sie können die Anlagen ihrer Kunden nicht nur wesentlich schneller produktionsreif machen, sondern diese auch in allen Planungsphasen transparent und maximal anschaulich über den geplanten Aufbau informieren.

Euroblech 2018, Halle 13 Stand G 34

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