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Der Brexit und seine Auswirkungen auf die deutsche Industrie

Während in Brüssel am 16. Oktober über dem „Brexit“-Deal verhandelt wurde, sprachen Unternehmer und Experten bei einer Podiumsdiskussion des Netzwerkdraht in Iserlohn über seine möglichen Auswirkungen auf die deutsche Industrie. 

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Iserlohn/D (Netzwerkdraht) – Für Markus Giese, Vorsitzender Netzwerkdraht, „sollte diese Veranstaltung eigentlich gar nicht stattfinde, weil der Brexit total überflüssig ist. Aber wir müssen uns damit nun beschäftigen.“ In der Begrüßung der über fünfzig Teilnehmer sprach er schon die Unsicherheiten mit dem verbundenen Brexit an. Dieses sollte auch in der Podiumsdiskussion ein wichtiges Thema sein.
In den zwei einleitenden Impulsvorträgen wurden von Margarete Müller, Präsidentin der Niederlassung Düsseldorf der Deutschen Bundesbank, und von Jürgen Matthes vom Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln die ökonomischen Folgen des Brexit dargestellt. Bereits jetzt ist der Im- und Export nach Großbritannien eingebrochen. In der anschließenden Podiumsdiskussion wurde dieses sowie die damit verbundenen Unsicherheiten von allen Teilnehmern unterstrichen. So ist für Ralf Stoffels, Geschäftsführer der BIW Isolierstoffe GmbH und Präsident der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen, für die deutsche Industrie wichtig, „schnellstmöglich einen vernünftigen Zeitplan zu erhalten.“ Dann könne man gezielt planen und investieren. Einige südwestfälische Unternehmen hätten sich schon komplett aus Großbritannien zurückgezogen.
Für Margarete Müller ist es auch wichtig, das die deutsche Politik und die deutschen Unternehmen ihre Hausaufgaben machen. Michael Giese von der Frachtberatung Nord sprach davon, das insbesondere die Zollabwicklung bei einem ungeregelten Brexit Verzögerungen und Zeit kosten.

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