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Digitalisierung im technischen Service

Um ihre Service-Angebote zu optimieren, fehlt vielen Unternehmen die nötige Datengrundlage. Das belegt eine  Studie von Bearing Point. Demnach haben 40 % der befragten Unternehmen keinen oder nur rudimentären Zugriff auf die nötigen Maschinen- und Produktdaten, um zum Beispiel digitale Technikerbuchungen oder automatisierte Service-Kanäle für Kunden auszubauen. 

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Viele Unternehmen bieten derzeit noch keine automatisierten und innovativen Serviceangebote für ihre Kunden an, da sie nicht über die dafür nötigen Daten verfügen oder diese nicht richtig auswerten. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie der Management- und Technologieberatung Bearing Point, für die 202 Fachleute aus den Branchen Maschinen-, Anlagenbau, Logistik und Telekommunikation befragt wurden. Die meisten Unternehmen haben demnach eine zu geringe Datengrundlage, um die sogenannte Servitization umzusetzen. Manufacturing-Experte und Bearing Point Partner Donald Wachs: „Wer nicht die richtigen Daten nutzt, verschenkt seine Potenziale. Nur wer die Bedürfnisse seiner Kunden wirklich versteht und Daten richtig auswertet, kann zukünftig guten Service bieten.“

Servitization, also der Wandel von einzelnen Serviceangeboten hin zu ganzheitlichen Servicekonzepten, wird für Unternehmen immer wichtiger. Grundlage für einen solchen Support ist der Zugriff auf detaillierte Maschinen- und Produktdaten. Allerdings haben 40 % der befragten Unternehmen keinen oder nur einen rudimentären Zugriff auf Maschinen- und Produktdaten und selbst im Servicefall verfügen nur 57 % über eine digitale Datenerfassung. Eine kontinuierliche Datenerfassung gibt es nur bei 27 % der Unternehmen und lediglich neun Prozent nutzen IoT-Anwendungen für eine Live-Datenerfassung.

Donald Wachs sagt dazu: „Je mehr Daten Unternehmen generieren und verarbeiten, desto vielfältiger sind die Möglichkeiten für autonome Services. Leistungen wie Fernwartungen, flexible Terminvereinbarungen oder Technikerbuchungen erwarten heutzutage viele Kunden.“

Kommunikation mit Kunden selten automatisiert
Wichtiger Bestandteil eines guten Service-Angebots ist der direkte Kundenkontakt. Neben Hotlines, Email-Anfragen oder Kontaktformularen im Web, die von 94 % der Unternehmen angeboten werden, spielen auch die Kommunikation per Brief und die Beratung in der Filiale weiterhin eine enorm wichtige Rolle (96 %). Ebenso werden über Messenger, Chat oder Social Media mit 87 % viele Kunden erreicht. Allerdings werden gerade Chats und Angebote in den sozialen Netzwerken bisher vorrangig für Vertrieb und Marketing genutzt. Automatisierte Kundendienste oder Self-Service-Angebote gibt es kaum. „Mit der richtigen Datenverarbeitung könnten Unternehmen in Chats oder Messengern schnell und automatisiert auf Kundenanfragen reagieren und sie somit langfristig an sich binden. Oft fehlt es aber schlicht am Verständnis für die Potenziale der Digitalisierung, um technologische Möglichkeiten vollends zu nutzen“, so Donald Wachs.
Weiterer Stolperstein auf dem Weg zum digitalisierten Servicepaket ist das Papier. 40 % aller Unternehmen, die an der Umfrage teilnahmen, erstellen ihre Servicereports noch immer papiergebunden. Digitalisierte Servicereports hingegen bieten vielfältige Möglichkeiten: So könnte beispielsweise automatisiert ein Ersatzteil bestellt und ausgeliefert werden.

Service muss zum Führungsthema werden
Um den Weg in die Servitization zu gehen, sollten Unternehmen ein klares Werteversprechen an ihre Nutzer formulieren. Statt den reinen Verkauf von Produkten, erwarten Kunden heute einen innovativen und leistungsbezogenen Service auf partnerschaftlichem Niveau. Um das zu erreichen, sind Daten – zum Beispiel zu Produktportfolios und deren Lebenszyklen – elementar. Dafür ist es notwendig, dem Thema Servitization auch innerhalb des Unternehmens einen höheren Stellenwert zuzuordnen.
Aktuell sehen nur 12 % aller Befragten den Bereich Service auf der Ebene der Geschäftsführung angesiedelt. Um die Servitization aktiv voranzutreiben, sollte diese, so die Empfehlung von Donald Wachs, strategisches Ziel der Geschäftsführung sein und in der Unternehmensphilosophie fest verankert werden. Auf diese Weise könne außerdem die Akzeptanz für die Datenerhebung und -verarbeitung unter den Mitarbeitern steigen. Dazu gehört auch, ein zielorientiertes Datenmodell aufzubauen, das die Kundenbedürfnisse in den Mittelpunkt stellt.

Die vollständige Studie steht unter folgendem Link zur Verfügung: https://www.bearingpoint.com/de-de/unser-erfolg/insights/digitalisierung-im-technischen-service/

Bearing Point GmbH
Erika-Mann-Straße 9
80636 München
Ansprechpartner ist Alexander Bock
Tel.: +49 89 540338029
alexander.bock@bearingpoint.com 
www.bearingpoint.com

Über Bearing Point
Bearing Point ist eine unabhängige Management- und Technologieberatung mit europäischen Wurzeln und globaler Reichweite. Das Unternehmen agiert in drei Geschäftsbereichen: Der erste Bereich umfasst das klassische Beratungsgeschäft; Business Services als zweiter Bereich bietet Kunden IP-basierte Managed Services über SaaS hinaus; im dritten Bereich stellt BearingPoint Software-Lösungen für eine erfolgreiche digitale Transformation, Advanced Analytics und regulatorische Anforderungen bereit und entwickelt gemeinsam mit Kunden und Partnern neue, innovative Geschäftsmodelle. Zu Bearing Points Kunden gehören viele der weltweit führenden Unternehmen und Organisationen. Das globale Netzwerk von Bearing Point mit mehr als 10 000 Mitarbeitern unterstützt Kunden in über 75 Ländern und engagiert sich gemeinsam mit ihnen für einen messbaren und langfristigen Geschäftserfolg.