DRAHT

 
 
   

Die Branche und Industrie 4.0

Draht wird gebraucht, damit Systeme funktionieren. Auch Industrie 4.0 läuft nicht ohne ihn. Dieses Konzept braucht Vernetzung, transparente Daten und Transfer, technische Assistenz und Cyber-Physik, die dezentral arbeiten kann. Das historische Plus der Drahtbranche ist: Sie war vom Start weg dabei. 

Ohne ihn geht’s nicht. Draht und Produkte daraus werden gebraucht, damit Systeme funktionieren. Auch Industrie 4.0 geht nicht ohne Draht. Wir erinnern uns: Das Konzept zur Organisationsgestaltung setzt auf 
–    Vernetzung von Fertigungsmitteln mit und ohne Internet
–    transparente Daten als Abbild realer Fertigungswelten
–    Assistenzsysteme, die Menschen bei Entscheidungen heöfen und
–    cyber-physische Systeme, die dezentral und autonom arbeiten.

Rein physikalisch geht es darum, große Datenmengen mit Highspeed zu verarbeiten. Kosten, Energie- und Ressourcenverbrauch sowie Flexibilität sollen so optimiert werden. Auch digitale Vernetzung über die Betriebsgrenzen hinaus zählt dazu. An dieser Entwicklung haben die Drahtbranche und  ihre Zulieferer maßgeblich Anteil. Seit den 1970er Jahren nutzen die Betriebe elektronische Datenverarbeitung (EDV), rechnergestützte numerische Maschinensteuerungen (CNC) und so genannte computerbasierte Systeme (C-Techniken) für Entwurf, Berechnung, Planung, Steuerung und Qualitätskontrolle. In den 1990er Jahren hinzu kamen das Web sowie hier und jetzt das Internet der Dinge:  die Verknüpfung und Darstellung identifizierbarer Objekte in Internet-ähnlicher Struktur. Hier ist die Branche selber „User“. Sie ist aber auch Akteur. Die Unternehmen stellen eben diejenigen Produkte her, ohne die elektronische Techniken nicht nutzbar wären: etwa Kabel und Leitungen, die digitalisierte Daten kompakt übermitteln können. Kabel- und Drahtmaschinenbauer - später auch Softwarehäuser - haben Systeme entwickelt, die Voraussetzung sind. Einige Hersteller hatten bereits in den 1960er Jahren begonnen, einzelne Maschinen zum zentral gesteuerten System zu kombinieren, Automatisierung ließ nicht auf sich warten.

1988 hatte  DRAHT ein Konzept der Maschinenfabrik Niehoff zur rechnergestützten Drahtfertigung vorgestellt, das die Prozess- mit der Gruppenleitebene verknüpfte und den Einschluss der Werkleitung vorsah. Was folgte, war Software, mit der Produktionsdaten systematisch erfasst, analysiert und bildlich dargestellt werden konnten. Das Internet öffnete den Weg zur Fernsteuerung, -führung und -wartung. Den aktuellen Stand und die Trends der Branche zeigt alle zwei Jahre die Weltleitmesse „wire“. Auch ohne sie geht nichts.  Die nächste Ausgabe findet 2018 statt: vom 16. bis 20. April wieder auf dem Messegelände Düsseldorf.

Info: www.wire.de