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Fünfter „raiser Innovationspreis“ verliehen

Auf der Fachtagung „23. Erfahrungsaustausch Reibschweißen“ an der SLV München, verlieh Elmar Raiser, Geschäftsführer der Klaus Raiser GmbH+Co. KG, den fünften „raiser Innovationspreis für Reibschweißen“.

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Eberdingen/D (Raiser) – Diesmal in Anerkennung einer Forschungsarbeit zur verbesserten Herstellung von elektrischen Kontakten mittels einer Variante des Rührreibpunktschweißens.  Der Preis ging an Anna Regensburg und Prof. Dr.-Ing. Jean Pierre Bergmann von der Technischen Universität Ilmenau für ihre Arbeit zum „Rührreibpunktschweißen von Aluminium-Kupfer-Verbindungen unter Nutzung der eutektischen Reaktion“. Solche Mischverbindungen, die zum Beispiel in Elektrofahrzeugen verbaut werden, müssen während des gesamten Lebenszyklus minimale Kontaktwiderstände sicherstellen und mechanische Festigkeit besitzen, um Temperaturwechsel und Fahrzeugvibrationen problemlos zu überstehen. Bisher treten hier verschiedene Schwierigkeiten auf: Bei kraftschlüssigen Verbindungen kann es langfristig zu erhöhten Widerständen kommen. Bei stoffschlüssigen  Fügeverfahren besteht die Gefahr, dass die elektrische Leitfähigkeit eingeschränkt und die Festigkeit der Verbindung beeinträchtigt wird. Prozesse wie das Reibschweißen minimieren diese Effekte, sie können jedoch den stromführenden Querschnitt verkleinern. Mit der ausgezeichneten Variante des Rührreibpunktschweißen entsteht eine großflächige stoffschlüssige Anbindung. Gleichzeitig wird die Umformung der Fügepartner minimiert und damit der Querschnitt kaum beeinträchtig. Das Verfahren reduziert zudem die Schweißzeit auf bis zu 0,3 s, ohne die mechanische Festigkeit und Duktilität zu verändern. Daneben wird die Verbindung automatisch gereinigt, da die Schmelze Oxidschichten und Verunreinigungen abtransportiert. So verbessert sich nicht nur die Qualität von elektrischen Kontakten, wie Aluminium-Litzen und Kupferkontaktelementen, sondern es werden auch die Prozesszeiten verkürzt. 

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