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Kabelherstellung

Leiter aus Aluminium fertigen

Aluminium gilt in der kabelverarbeitenden Branche als Hoffnungsträger. Es ist leichter als Kupfer, leitet gut und bietet sich für den Leichtbau an. Aber es bringt Herausforderungen mit sich. So ist es weniger fest und kriecht. Maschinenbauer Komax stellt bereits heute die optimale Verarbeitung von Alu-Leitungen sicher.

Mehr Fahrzeugfunktionalität geht nicht ohne bessere Bordnetze. Deren Komplexität hat sich in den vergangenen Jahren stetig erhöht und nimmt weiter zu. Der Kabelsatz wird umfangreicher und schwerer. Parallel sind die Automobilhersteller verpflichtet, den CO2-Ausstoss zu reduzieren. Darum wird mit Druck daran gearbeitet, das Gewicht der Kabelsätze zu reduzieren, ohne sich bei der Funktionalität einschränken zu müssen. Und Leitungen haben mit Abstand den größten Anteil am Gesamtgewicht. Kupferleitungen sollen vom heutigen Querschnitt von 0,35 mm² verkleinert werden auf 0,13 mm². Für Kupferleitungen von 2,5 mm² bis 80 mm² werden neu Aluminiumleiter verwendet. So könnte die Wirtschaftlichkeit der Fahrzeuge verbessert werden bei gleichzeitiger Kostensenkung für das Bordnetz: Aluminium ist preisgünstiger als Kupfer.

Die Herausforderung für Komax Wire ist der Umgang und die Verarbeitung von miniaturisierten Komponenten sowie die Verarbeitung von Aluminiumleitungen. Die Miniaturisierung der Kontaktteile, Gehäuse und Leitungen stellt höhere Anforderung an die Herstellung der Kabelsätze und somit an Komax Maschinen. So hat Komax Wire vor geraumer Zeit die „Zeta 633/656“ eingeführt. Sie ist eine Lösung für die vollautomatische Herstellung von Kabelsätzen mit miniaturisierten Komponenten und Leitungen mit einem Querschnitt von 0,13 mm². Die präzisen Spindelantriebe auf allen Achsen ermöglichen ein zuverlässiges und prozesssicheres Bestücken von Gehäusen mit einem Rastmaß von 1,5 mm. Eine solche Präzision ist bei Kabelsatzfertigung von Hand nicht zu erreichen und Falschsteckungen sind praktisch nicht zu vermeiden. Der präzise Kraftsensor überwacht den gesamten Bestückungsvorgang und vergleicht die gemessenen Kräfte laufend mit den Vorgaben. Dies sorgt für Prozesssicherheit und eine lückenlose Überwachung der Bestückung.

Aluminium ist weniger fest als Kupfer. Hinzu kommen das so genannte Kriechen – eine plastische Verformung unter mechanischer Last und bei deutlich niedrigeren Temperaturen als bei Kupfer – und elektrochemische Korrosion. Letztlich aber überwiegen die Vorteile, was Aluminium für den Leitungssatz zum Werkstoff der Zukunft macht.

Für folgende Herausforderungen sind Komax Maschinen bestens geeignet.

– kabelschonende Leitungszuführung

– Richten der Aluminium-Litzenleitung

– trennen und abisolieren mit Spezialmessern

– Einschneideüberwachung mit ACD

– Abisolierüberwachung mit SQC

– Leitungspositionierung im Crimpwerkzeug mit hoher Wiederholgenauigkeit und Überwachung der Position sowie das

– Crimpkraft-Überwachungssystem mit CFA.

Um diese Anforderungen uneingeschränkt zu erfüllen, müssen die Einzelabläufe gut aufeinander abgestimmt sein. Je nach Kontaktierungssystem können Standardmaschinen vom Komax spezifisch konfiguriert und ausgerüstet werden. So werden diese Prozesse unter anderem erfolgreich für ein Kontaktiersystem der „TE Connectivity“ angewendet und optimiert. Komax Wire bietet als einziger Maschinenhersteller Equipment für dieses Kontaktiersystem an.


Komax AG
Industriestraße 6, 6036 Dierikon/Schweiz
Ansprechpartner ist Christian Fischer
Tel.: +41 41 45500708
christian.fischer@komaxgrop.com
www.komaxwire.com