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Leoni trennt sich von Wire+Cable Solutions

Leoni meldet, seinen Bereich Wire+Cable Solutions liquidieren zu wollen – entweder via Börsengang oder Veräußerung, gegebenenfalls auch durch Verkauf von Anteilen. Nach einer Trennung würde sich der Konzern zuvorderst auf die Entwicklung des Bordnetzbereichs konzentrieren.

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Nürnberg/D (Leoni) – Die Entscheidung, sich von dem Unternehmensbereich Wire+Cable Solutions (WCS) zu trennen, sei getroffen worden nach Prüfung der bestehenden Konzernstruktur und der Strategie für die Divisionen im Rahmen des Sparprogramms „Value 21“. Hierzu gehöre auch die Überprüfung der künftigen Eigentümerstruktur für WCS und der Wiring Systems Division (WSD), um festzulegen, wie beide Divisionen ihr Potenzial realisieren können. Entsprechende Berater seien bereits mandatiert.

Der Vorstand der Leoni AG sieht nur geringe Synergien zwischen den beiden Bereichen. Deren operative Unabhängigkeit soll erhöht werden. Insoweit sollen Zentralfunktionen von der Holding auf die Divisionen übertragen werden: WCS konzentriert sich vermehrt auf Kabellösungen und Dienstleistungen, WSD wiederum soll Kompetenzen im Bereich Energie- und Datenlösungen und Dienstleistungen ausbauen. Die Umsetzung von Value 21 verlaufe nach Plan, teilt das Unternehmen mit.

Die Bruttokosten-Einsparungsziele – 500 Mio. Euro pro Jahr – sollen bis 2022 für den bestehenden Konzern erreicht werden mit einem angestrebten Effekt auf die EBIT-Marge von plus 2 % bis 3 % und auf das Verhältnis von Free Cashflow zu Umsatz von plus 4 % bis 5 %. Drei Viertel der Einsparungen würden voraussichtlich realisiert im Bereich WSD. Zudem arbeite man am bestehenden Refinanzierungsbedarf. Hierbei ziehe man alle Optionen in Betracht, meldet das Unternehmen.

http://bit.ly/2NJ63v2Leoni-Geschäftsbericht
www.leoni.de