DRAHT

 
 
   

Beschichtung mit hohem Zinkanteil steigert Schneidleistung

Die Erodierdrähte „Topas Plus H 2.0“ und „Topas Plus V“ bestehen im Kern aus Messing und haben eine Messingbeschichtung, die wegen ihres erhöhten Zinkanteils die Schneidleistung steigert und die thermische Belastbarkeit des Drahts erhöht. 

Mit Blick auf deren Beschichtungsgefüge werden diese Erodierdrähte auch als Gamma-Phasen-Drähte bezeichnet. Beide Drahttypen haben eine hohe thermische Belastbarkeit und eine Zugfestigkeit von 800 MPa. Wegen der damit verbundenen hohen Steifigkeit eignen sie sich sehr gut für Erodiermaschinen, die einen gerichteten Erodierdraht zum Einfädeln benötigen. Im Falle eines Drahtbruchs ist eine automatische Einfädelung garantiert. Dies ist wichtig, wenn die Maschinen auch nachts ohne Bediener arbeiten. Die thermische Belastbarkeit ermöglicht, dass Werkstücke mit großer Schnitthöhe bearbeitet werden können. Höhen bis 100 mm, in speziellen Fällen bis zu 1000 mm, sind präzise bearbeitbar. Bei ungünstigen Spülbedingungen wird im Vergleich zu anderen Drahttypen eine Leistungssteigerung erzielt. 

Die Unterschiede zwischen den beiden Drahttypen liegen vor allem in der Beschichtung und damit in der Schneidleistung. Der Topas Plus H 2.0 kann anstelle von blankem Messingdraht eingesetzt werden und erbringt bei gleichen Einstellparametern eine Produktivitätssteigerung von bis zu 25 %. Bei angepassten Parametern ist sogar eine bis zu 35 % höhere Schneidleistung möglich. Topas Plus H 2.0 eignet sich für Anwendungen mit bis zu fünf Schnitten. Mit Topas Plus V sind gegenüber dem Topas Plus H 2.0 mindestens 10 % mehr Schneidleistung erreichbar. Gegenüber blankem Messingdraht kann die Schneidleistung sogar um bis zu 45 % gesteigert werden. Topas plus V ist prädestiniert für Anwendungen mit bis zu vier Schnitten. 

Drahterodieren ist ein Schneidverfahren für metallisch leitende Werkstücke. In einer Erodiermaschine sind das zu bearbeitende Werkstück und das Werkzeug, ein Erodierdraht, über einen Impulsgenerator miteinander verbunden. Die von ihm erzeugten Spannungsimpulse verursachen Funken, die Material vom Werkstück ablösen. In den Schneidspalt zwischen Draht und Werkstück wird kontinuierlich Dielektrikum gespült, um das abgetragene Material abzutransportieren und den thermisch beanspruchten Draht zu kühlen. Moderne Erodiermaschinen arbeiten mit immer stärkeren Impulsgeneratoren, so dass kürzere Bearbeitungszeiten und somit eine hohe Produktivität möglich sind. Um die Leistungsfähigkeit voll nutzen zu können, sind Hochleistungs-Erodierdrähte nötig.

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