DRAHT

 
 
   

Qualitätskontrolle und Prozessoptimierung

Auf der „wire“ zeigt die Sikora AG Mess-, Regel-, Inspektions-, Sortier- und Analysesysteme. Auf dem 200 m² großen Messestand werden Innovationen vorgestellt für die Qualitätskontrolle und Prozessoptimierung in der Draht- und Kabel-, Glasfaser- und Kunststoffindustrie.

 

„Preheater 6000 TC“ (Temperature Controlled) heißt die Lösung für das Vorheizen des Leiters auf Nominaltemperatur. Leitervorheizung ist bei der Herstellung von Adern, insbesondere von Fahrzeugleitungen und Datenkabeln, essentiell, um eine optimale Haftung der Isolation auf dem Draht und kontrollierte Aufschäumung zu gewährleisten. Reproduzierbare Prozesse sind das Ergebnis.

Parallel zum Preheater 6000 TC präsentiert Sikora das „Wire-Temp 6000“, ein autarkes Leitertemperatur-Messsystem zum Einsatz nach der Leitervorheizung, zum Beispiel in CV-Linien. Wire-Temp 6000 misst die Leitertemperatur – online und berührungslos. Das Messgerät ist für Durchmesser von 0,32 mm bis 50 mm verfügbar und deal für die Qualitätssicherung in Hochspannungs- und Datenkabellinien. Die Messung der Temperatur erfolgt unabhängig vom Querschnitt, dem Material, der Oberflächenstruktur und der Geschwindigkeit. Der thermische Bildsensor in einer Infrarot-Kamera, die die Oberflächentemperatur misst ohne jegliche Kalibrierung .

Sicherheit bei jeder Kabelherstellung

„X-Ray 8000 NXT“ ist industrieller Standard für Mittel-, Hoch- und Höchstspannungskabel in CV-Linien. Es misst während der Produktion Konzentrizität, Wanddicke, Durchmesser und Ovalität von bis zu drei Schichten XLPE- und EPR-isolierter Kabel. Die Messwerte stehen unmittelbar nach dem Anfahren der Linie zur Verfügung. Mittels Multisensor-Technologie (MST) und zweier High-Speed-Scanner ist eine Online-Messung sichergestellt. Mit jedem Scan erfasst die MST die Bewegung des Kabels, kompensiert Vibrationen und liefert die doppelte Anzahl von Messungen. Zur Qualitätskontrolle während der Isolation und Ummantelung empfehlen sich die Röntgenmessgeräte „X-Ray 6000“ sowie „X-Ray 6000 Pro“. Beide liefern Daten zu Durchmesser, Wanddicke, Konzentrizität sowie Ovalität. Messbar sind Schichtdicken beliebigen  Materials.

„Laser Series 2000“ und „Laser Series 6000“ sind in Extrusionslinien Komponenten für eine Durchmessermessung von Kabeln. Ebenso kommen die klassischen und High-End-Geräte in Umwickelanlagen und im Bereich des Drahtzugs zum Einsatz. Sie arbeiten ohne Kalibrier- und Wartungszeiten. Die Laser Series 6000 misst bis zu 5000-mal pro Sekunde/pro Achse. Die integrierte Knotenwächter-Funktion sichert die Detektion von Unregelmäßigkeiten auf der Oberfläche von transparenten und nicht-transparenten Materialien. Neben den gängigen Schnittstellen ist die Geräteserie mit OPC UA ausgestattet.

Sikora bietet ein komplettes Programm an Gleichspannungs- (DC), Hochfrequenz- (HF) und Wechselspannungs- (AC) Spark-Testern. Bereits während der Extrusion von Kabeln, Adern und Leitungen wird die Isolation überprüft und eventuelle Isolationsfehler detektiert und dokumentiert. Weitere Anwendung ist der Einsatz in Umwickelanlagen. Zur Prüfung läuft das trockene Kabel durch die Kugelketten-Elektrode des Spark-Testers und wird der ausgewählten Prüfspannung ausgesetzt. Fehler in der Isolation werden detektiert.

Konzentrizität, Durchmesser und Ovalität

„Centerview 8000“ ist ein System zur berührungslosen, Online-8-Punkt-Exzentrizitäts-, 4-Achs-Durchmesser- und 8-Punkt-Ovalitätsmessung von Koaxkabeln, LAN-Kabeln sowie Fahrzeug- und Installationsleitungen. Zu den Highlights zählen die grafische Visualisierung in Form einer Punktwolke, welche die Verteilung von Kurzzeitschwankungen anzeigt sowie die automatische Positionierung des Messkopfes zur Kabellage. Eine weitere Besonderheit ist die Messung von Mikro-Koaxialkabeln mit 0,1 mm bis 10 mm Durchmesser.

Das Unternehmen zeigt an einem Glasfaserziehturm-Modell seine Messsystemen für Glasfasern. Vorgestellt werden Systeme zur Messung des Durchmessers und der Position der nackten und gecoateten Faser sowie zur Ermittlung der Zugkraft. Auch werden Messköpfe vorgestellt zur Messung der Glasfasertemperatur an der heißen Position des Ziehprozesses, um die Glasfasertemperatur zur Regelung des Schmelzofens zu erfassen, sowie am kalten Ende, um das für die Kühlung eingesetzte Helium zu dosieren.

Der „Purity Scanner“ wird verwendet zur 0nline-Inspektion und -Sortierung von Kunststoffpellets. Die Kombination einer Röntgen mit einer optischen Kamera ist laut Sikora die einzige Technologie, die Kontamination auf der Oberfläche wie auch innerhalb der Pellets verlässlich erkennt. Diese werden dann automatisch aussortiert.

Für geringe Materialdurchsätze und für Applikationen, bei denen Stichprobenanalysen oder eine Wareneingangskontrolle ausreichend sind, haben die Sikora-Ingenieure die „Purity Concept Systems“ entwickelt. Die Analysegeräte sind alternativ mit Röntgentechnologie, optischen Kameras oder Infrarotsensoren ausgestattet und erkennen Kontaminationen in Pellets, Flakes und Tapes. Sie kommen etwa zur Analyse von Pellets zum Einsatz, die mit dem Purity Scanner detektiert und aussortiert wurden. Typische Anwendung ist die Prüfung von Tapes, wie sie bei der Herstellung von Factory Joints eingesetzt werden. Das Zusammenspiel von On- und Offline-Inspektion und Analyse ermöglicht absolute Kontrolle der Materialreinheit und den Aufbau einer Datenbank, um Prozesse weiter zu verbessern.

wire/Tube 2018 Halle 6 Stand J32 und Halle 9 Stand A41

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