UMFORMtechnik (Blech)

 
 
   

Schneller und spritzerfrei schweißen

Müller-Mitteltal stellt maßgefertigte Anhänger her. 1931 hatte das Unternehmen das erste gummibereifte Ganzstahl-Langholzfahrzeugs gebaut. Heute produzieren 170 Mitarbeiter 1200 maßgeschneiderte Anhänger pro Jahr. Seit Kurzem arbeiten sie mit der „S-Serie“ von Lorch und dem Schweißverfahren „Speed Pulse XT“.

Müller-Mitteltal stellt maßgefertigte Anhänger her. Die Kunden kommen aus Bauindustrie, Schwerlastverkehr, Entsorgung, Recycling und kommunalen Betrieben. 1931 hatte das Unternehmen das erste gummibereifte Ganzstahl-Langholzfahrzeug gebaut. Heute produzieren 170 Mitarbeiter 1200 Anhänger pro Jahr. Seit Kurzem arbeiten sie mit der „S-Serie“ von Lorch und dem Schweißverfahren „Speed Pulse XT“. 17 neue MIG-MAG-Anlagen setzt Müller-Mitteltal inzwischen ein. „Entscheidend für die Auswahl war, dass wir damit nicht nur hohe Schweißgeschwindigkeit erzielen, sondern auch ein absolutes Minimum an Nacharbeit haben“, sagt Christian Finkbeiner. Er ist als internationaler Schweißfachmann verantwortlich für den Schweißprozess in der Karl Müller GmbH+Co.KG.

An die Qualität der Schweißnähte werden gleich mehrere Anforderungen gestellt. So muss die Naht exzellent sitzen. Die Anhänger transportieren Nutzlasten bis zu 60 t. Im Fahrbetrieb wirken enorme Kräfte auf die Nähte. Eine ausgeklügelte Konstruktion aus Längs- und Querstreben – ausgeführt in Stahlblech mit Wanddicken von 10 mm bis 60 mm – hält den Unterbau zusammen und sorgt dafür, dass das Eigengewicht trotz der Transportlast auf ein Minimum beschränkt bleibt. Bedingt durch diese Konstruktion fallen viele kurze, hochbeanspruchte Schweißnähte an.

Viele kurze, hoch beanspruchte Nähte

Da fast alle Verbindungen gut sichtbar sind, verlangt die Kundschaft optische Qualität: ein Punkt, der in den vergangenen Jahren immer wichtiger wurde.  Um den Anforderungen zu entsprechen, werden die Bleche vorab zusammengeheftet. Je nach Größe der Anhänger wird der tragende Unterbau dann von ein bis zwei Schweißern final gefügt, in der Regel als Kehlnaht.

Das Speed Pulse XT Schweißverfahren bietet insoweit optimale Voraussetzungen. Christian Finkbeiner: „Schwierige Schweißsituationen wie in Ecken sind mit Speed Pulse XT gut beherrschbar.“ Besonderes Plus der S-Serie ist die patentierte inhärente Proportional-Regelung. Sie erlaubt einen Reglereingriff noch in derselben Pulsphase und ermöglicht eine blitzschnelle und zugleich moderate Steuerung des Schweißvorgangs: ein Vorteil, der sich vor allem beim Überschweißen von Heftstellen oder ungleichen Spaltmaßen schnell bemerkbar macht. Müssen herkömmliche Lichtbögen zum Teil massiv einregeln und tendieren mitunter auch zum Überschwingen, wird die Lichtbogenlänge beim Speed Pulse XT sehr viel präziser nachgeregelt. Folge: Das Überschweißen ist sicher und ohne Ruckeln möglich. Es gibt keine hörbaren Frequenzänderungen mehr, auch die Spritzerneigung nimmt deutlich ab.

Das gleichmäßige Schweißen kommt den Werkern entgegen. Christian Finkbeiner: „Sie möchten ein gleichmäßiges Geräusch wie früher beim Sprühbogen. Mit dem XT-Schweißprozess kehrt diese Erfahrung zurück und gibt mehr Sicherheit.“ Hilfreich sei zudem bei der Vielzahl der kurzen Schweißnähte die Start- und Endkorrektur. Zusätzlich zur Lichtbogenkorrektur kann damit die Lichtbogenlänge speziell für Start- und Endphasen angepasst werden. Die einzelnen Parameter wirken zusätzlich zur allgemeinen Lichtbogenkorrektur. 

In der Praxis ebenfalls gut bewährt hat sich die Dynamik-Regelung, die bei Lorch jetzt nach der „Micor MIG“-Reihe nun auch in der neuen S-Serie eingesetzt wird. „Die Dynamik-Regelung gibt uns die Möglichkeit, unsere ganz individuelle Art des Schweißens auf die Maschine zu übertragen“, betonen Joachim Roth und Markus Glaser, zwei Schweißer, die mit als erste an den neuen Geräten der S-Serie bei Müller-Mitteltal gearbeitet haben. Über den Drehregler wählen die Schweißer ganz einfach zwischen einem weicheren (Dynamik niedrig) oder härterem Lichtbogen (Dynamik hoch) und können so sehr einfach auf unterschiedliche Arbeitsaufgaben oder Schweißpositionen reagieren.

Gleichmäßiges Schweißen

 „Insgesamt bietet der Speed Pulse XT-Prozess mehr Sicherheit“, resümiert Finkbeiner. Generell seien die Geräte äußerst robust und einfach in der Bedienung. Auch das Bedienfeld sei exzellent. Der Verzicht auf einen Touchscreen und der Einsatz der bewährten Drehreglertechnik sei in der täglichen Praxis ein großes Plus. Schweißer können so unmittelbar ihre Werte einstellen und müssten keine Rücksicht etwa auf Staub nehmen, was die Arbeit mit Touchscreens mitunter sehr kompliziert gestaltet. Einen weiteren Vorteil der neuen S-Serie sieht der Schweißfachmann in der Möglichkeit, neben den Standardeinstellungen auch problemlos weitere Schweißprozesse aufspielen zu können. So sei es bei Reparaturarbeiten nicht immer möglich, Kehlnähte zu schweißen. Hier würde man dann auf die Schweißprozesse Speed Up oder Speed Root zurückgreifen.

„Entscheidend ist, dass wir qualitativ und optisch eine hervorragende Naht erhalten und so wenig wie möglich nacharbeiten müssen. Das ist uns mit der neuen S-Serie und Speed Pulse XT gelungen“, bilanziert Schweißfachmann Finkbeiner: „Durch die individuellen Einstellmöglichkeiten eröffnet die S-Serie wirklich neue Dimensionen.“ Dies sieht er in den Reaktionen der Mitarbeiter bestätigt.

Blechexpo 2017, Halle 6, Stand 6410

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