UMFORMtechnik (Blech)

 
 
   

Werkzeug- und Musterbau auf Visi CAD/CAM umgestellt

P+G stellt im Werkzeug- und Musterbau seine Prozesse um auf „Visi“-CAD/CAM. In kurzer Zeit entstehen mit  dem 3D-System komplette Prototypenwerkzeuge, Fräs- und Erodierprogramme sowie die bereits mit Messpunkten versehenen Elektroden. 

Vormals Braun, jetzt Procter+Gamble: Bei dem Unternehmen spielt der Werkzeugbau nach wie vor eine entscheidende Rolle. 15 % aller im Konzern benötigten Werkzeuge werden in Kronberg hergestellt. Während sich der Werkzeugbau mit der Konstruktion und Fertigung von anspruchsvollen Tools beschäftigt, liefert der Musterbau alles, was die Entwickler in den Forschungszentren Kronberg und Schwalbach benötigen. „Dies können Einzelteile sein oder Kleinserien aus Stahl, Blech oder Kunststoff wie auch Versuchswerkzeuge“, sagt der Leiter des Musterbaus, Roland Trombelli. „Wenn etwa Oral Care eine neue elektrische Zahnbürste auf den Markt bringen will, müssen wir schon mal bis zu 600 Prototypen herstellen.“

Hebel zur Effizienzsteigerung ist der CAM-Bereich sowie das Thema CAD. Darum sind Fräs-, Senk- und Drahterodier-Programmierung in den vergangenen Jahren auf „Visi“ umgestellt worden, ebenso die Elektrodenableitung. Die Werkzeuge für den Prototypenbereich werden an zwei Arbeitsplätzen mit Visi Modelling und dem Modul Mould konstruiert. Aktuell sind von Visi Module an 18 Arbeitsplätzen bei Procter+Gamble installiert. Neben den NC-Programmen für die teils fünfachsigen Fräszentren und die Erodieranlagen spielt Visi auch für die 2015 in Betrieb genommene und von Röders konzipierte Fertigungszelle eine zentrale Rolle.  Mit der Einführung von Visi konnte man die Elektrodenkonstruktion weitgehend automatisieren, zumal für eine einfache Standardelektrode nur ein paar Mausklicks notwendig sind. Im Tagesgeschäft ebenfalls hilfreich ist, dass Visi Elektrode zusammen mit dem vom Visi-Systemhaus Men at Work entwickelten und bei P+G erstmals eingesetzten EDM-Manager die Verwaltung und Weitergabe der Erodier-relevanten Parameter übernimmt. Außerdem hatte bei Procter+Gamble Priorität, dass die Elektrodenkontur – und nicht nur die Versatzdaten – automatisch gegen das CAD-Modell gemessen werden.

Dies funktioniert wie folgt: Nach abgeschlossener Konstruktion werden die Messpunkte an der Elektrodenkontur einfach per Mausklick festgelegt. Ohne dass man Visi verlassen muss, werden diese Messpositionen virtuell angefahren, um so auch gleich die NC-Sätze der Anfahrwege für die Messmaschine zu erzeugen.  Sollte  ein  Messpunkt  wegen Kollisionsgefahr nicht  anfahrbar sein, erfolgt eine Warnung. Die Funktion QM Messen ist ebenfalls eine Entwicklung von Men at Work. Visi hat sich bei P+G bewährt. In Kronberg betrachtet man den Umstieg als Meilenstein. Auch wenn die Automatisierung eine genauere Planung der Prozessschritte erforderlich macht, sind die Maschinenauslastung und die insgesamt kürzeren Durchlaufzeiten ein Plus. „Wir haben mit Visi nun eine wesentlich modernere Bedienoberfläche und verfügen über viel bessere Bearbeitungsstrategien“, bilanziert Roland Trombelli. „Das macht sich bei der Bearbeitungszeit positiv bemerkbar und beim Werkzeugverschleiß. Auch die Prototypentools konstruieren wir mit Visi heute fast doppelt so schnell.“ 

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