„Schnellprüfverfahren zur Bewertung der Eignung von Schneidölen für das Scherschneiden“

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Bei dem Verfahren des Scherschneidens beeinflusst das eingesetzte Schneidöl den tribologischen Zustand soweit, dass es zu Auswirkungen auf messbare Prozessgrößen kommt und diese bereits nach wenigen Schnitten einen für die Verschleißentwicklung am Werkzeug charakteristischen, schnittzahlabhängigen Verlauf aufweisen. Mithilfe realer Verschleißuntersuchungen und eines in einem Forschungsvorhaben entwickelten Werkzeuges wurde ermittelt, welche Prozessgrößen (z. B. Temperatur, Schneidkraft, Rückzugskraft) allein oder auch in Kombination als Kriterien für ein Schnellprüfverfahren geeignet sind.

Anschließend wurde ein Gütekriterium entwickelt, auf dessen Basis ein Ranking für die Eignung verschiedener Schneidöle zum Schneiden mit der untersuchten Werkstück- / Werkzeugwerkstoffpaarung aufgestellt werden konnte. Der Zeit- und Materialaufwand für Schneidversuche wurde gegenüber dem Stand der Technik bei verbesserter Qualität der Ergebnisse wesentlich verringert.


Das IGF-Vorhaben 17269 N der Forschungsvereinigung Forschungsgemeinschaft Werkzeuge und Werkstoffe e.V. – FGW, Papenberger Straße 49, 42859 Remscheid wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Autoren:
Dr.-Ing. Dipl.-Wirt.-Ing. Peter Dültgen, Dr. Christian Pelshenke, M. Sc. Dominik Lenz, M. Sc. Daniel Jäckel
Institut für Werkzeugforschung und Werkstoffe, Remscheid
Prof. Dr.-Ing. Bernd Arno Behrens, Dr.-Ing. Richard Krimm, Dipl.-Wirt.-Ing. Levent Altan, Dipl.-Ing. Tobias Hasselbusch, Dipl.-Ing. Stefan Hilscher
Institut für Umformtechnik und Umformmaschinen, Leibniz Universität Hannover