Einstellung des Formgebungsprozesses im teilflüssigen Materialzustand für die Kobaltbasislegierung CoCr28Mo6

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Seit über 5 Jahren werden am Institut für Umformtechnik der Universität Stuttgart Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Verarbeitung hochschmelzender und biokompatibler Metallwerkstoffe im teilflüssigen Zustand durchgeführt. Dabei konzentrieren sich die Untersuchungen auf Legierungssysteme, welche auf den Metallen Titan oder Kobalt basieren. Die konventionellen Verfahren die dabei zur Verarbeitung solcher biokompatiblen Werkstoffe eingesetzt werden, sind aufgrund von erhöhtem Material- und Energieeinsatz meist mit hohen Kosten verbunden. Abhilfe könnte hier die Formgebung solcher Werkstoffe im teilflüssigen Zustand schaffen, welche ein großes Potential hinsichtlich der Herstellung komplexer Bauteilgeometrien mit guten mechanischen Eigenschaften und Net-Shape- bzw. Near-Net-Shape-Qualität aufweist.

Der vorliegende Ergebnisbericht befasst sich mit Untersuchungen zur Einstellung des Formgebungsprozesses im teilflüssigen Zustand für die Legierung CoCr28Mo6. Hier konnte gezeigt werden, dass durch die Wahl von geeigneten Prozessparametern die Near-Net-Shape-Herstellung einer komplexen medizintechnischen Komponente in Form eines Hüftimplantats realisiert werden kann.

 

Autoren: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Dr. h. c. Mathias Liewald MBA, M. Sc. Christoph Seyboldt und Dipl.-Ing. Kim Rouven Riedmüller