Keramische Werkzeuge für das Isothermschmieden von Titanlegierungen

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Der Werkstoff Titan ist aufgrund der Kombination aus geringer Dichte und hoher spezifischer Festigkeit den meisten Konstruktionswerkstoffen hinsichtlich der spezifischen Anforderungen des Leichtbaus überlegen. Bisher wird der Einsatz von Titan vor allem durch die hohen Materialkosten sowie durch die schlechte Umformbarkeit beeinträchtigt. Beim Schmieden von Titan können komplexe Geometrien nur durch eine Angleichung von Werkstück- und Werkzeugtemperatur, dem sog. Isothermschmieden, hergestellt werden.

Als Werkzeugwerkstoffe für das Isothermschmieden werden derzeit metallische Werkstoffe auf Basis von Molybdän- oder Nickellegierungen verwendet. Aufgrund hoher mechanischer, thermischer und tribologischer Belastungen weisen selbst diese Hochleistungswerkstoffe jedoch niedrige Standzeiten auf. Eine Erhöhung der Werkzeugstandzeiten beim Isothermschmieden von Titanlegierungen kann durch den Einsatz von Werkzeugen aus technischer Keramik erreicht werden und wird zurzeit am IFUM untersucht.
Schlüsselwörter: Massivumformung, Titanlegierung, Keramische Werkstoffe, Isothermschmieden

Bernd-Arno Behrens, Tobias Prüß*
Institut für Umformtechnik und Umformmaschinen, Leibniz Universität Hannover

*Korrespondenzautor:
Dipl.-Ing. Tobias Prüß
Abteilung Massivumformung
Tel: 0511-762 4106, Fax: 0511-762 3007
pruess@ifum.uni-hannover.de