FÜGEN

Mechanisches Fügen mittels Querdurchsetzen

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André Hälsig; Heiko Lang
Das Herstellen anforderungsgerechter Verbindungen und der Einsatz neuer Werkstoffe erfordern innovative Fügeverfahren. Neue Technologien und Fertigungsverfahren halten in der Praxis jedoch nur Einzug, wenn die Verbindungseigenschaften bekannt sind und die neuen Verbindungen zudem Vorteile für die Verbindungsherstellung und die Eigenschaften des gefügten Bauteils erwarten lassen. Besonderes Potenzial bietet dabei das Fügen durch Umformen, das oft auch als mechanisches Fügen bezeichnet wird. Ein wesentlicher Vorteil gegenüber thermischen Fügeverfahren, wie dem Schweißen, ist die Vermeidung des Einbringens thermischer Energie. Dies trägt zu einer geringeren Beeinflussung des Werkstoffs und zur Vermeidung metallurgischer Kerben bei. Dazu ist es unumgänglich, neue Wege neben den bereits eingesetzten Verfahren, wie dem Clinchen, Nieten oder Falzen, einzuschlagen. Abgesehen vom Blindnieten ist bei allen Systemen eine zweiseitige Zugänglichkeit, teilweise mit relativ komplexen Werkzeugen, erforderlich. Deshalb wird der Entwicklung einfach handhabbarer und einseitig wirkender Verfahren ein hoher Stellenwert zugeordnet. Diesen Forderungen entspricht ein neues, als Querdurchsetzen benanntes Fügeverfahren. Erste Ideen zur Gestaltung der Werkzeuge wurden von Prof. Koppe von der Hochschule Anhalt (FH) entwickelt. Im Weiteren werden Ergebnisse des IGF-Forschungsvorhabens „Untersuchung technologischer Grundlagen zum Querdurchsetzen“, IGF-Nr. 14915BR, vorgestellt. Zu diesem Forschungsvorhaben wird ab November 2008 ein Abschlussbericht bei der Europäischen Forschungsgesellschaft für Blechverarbeitung e. V, Hannover, erhältlich sein.