WERKSTOFFE

Perlitfreie, hochfeste Stähle mit Ausscheidungen im Nanobereich als Problemlöser im Automobilbau

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Franz Wendl, Wilfried Hänsch, Peter Höfel, Barbara Timm
Leichtbau ist in der Automobilindustrie aus ökologischer und ökonomischer Sicht ein Thema, das in der Öffentlichkeit immer größere Bedeutung gewinnt. Die Forderung nach z. B. leichteren Blechkomponenten, die hinsichtlich Belastbarkeit und Sicherheit keine Einbußen gegenüber üblichen Bauteilen aufweisen dürfen, hat zum Einsatz neuer Materialien wie Aluminium, Magnesium und Werkstoffverbunden im Bereich der Karosserie geführt [1]. In diesem Wettbewerb hat der Stahl aufgrund der guten Erfüllung der wesentlichen Anforderungen seine Position gehalten. Grund dafür ist die Entwicklung neuerer Warm- und Kaltbandstähle mit maßgeschneiderten Eigenschaften [1, 2]. Für eine große Teilefamilie (Bild 1) kommen perlitarme, mikrolegierte Feinkornbaustähle wegen ihrer guten Kombination aus Umformvermögen und vergleichsweise hoher Festigkeit zum Einsatz [3]. Sie haben sich für viele Anwendungen bewährt und sind heute nicht mehr weg zu denken.