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Zwickroell liefert Fallwerk mit 120 kJ nach Essen

Rund 9 m Bauhöhe, über 10 t Gewicht und eine Fallenergie von 120 kJ – das sind die Eckdaten eines Fallwerks für Schlagprüfungen, das Zwickroell an das Essener Prüflabor Gövert geliefert hat. Ausgeführt werden damit in Zukunft Prüfungen an Rohrwandproben im Kundenauftrag.

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Ulm/D (Zwickroell) – Die „DWT“-Großfallwerke (High Energy Drop Weight Tester) von Zwickroell dienen zum Prüfen und Bewerten von Bruchflächen an ferritischen Stählen, wie sie häufig für Öl- und Gaspipelines verwendet werden. Beschrieben wird das Prüfverfahren als Fallgewichtsversuch unter anderem in den Normen API-RP 5L3, DIN EN 10274 und ASTM-E 436. Beim Herabfallen beschleunigt demnach das Gewicht einen genormten Prüfkörper in Richtung der Probe, die durchschlagen oder gebrochen wird. Aus der Art des Bruchs beziehungsweise des Bruchgefüges lassen sich Aussagen über die Werkstoffeigenschaften treffen. Eine Temperierung der Probe mit einer separaten Kühleinheit ist möglich. Instrumentierte Fallwerke bieten zudem die Möglichkeit, komplette Kraft-Weg-Diagramme aufzuzeichnen, aus denen sich charakteristische Kraftpunkte und aufgenommene Schlagenergien berechnen lassen.

Für die Prüfung gekerbter Stahlproben aus Rohrausschnitten hat das Prüflabor Gövert aus Essen ein Fallwerk vom Typ „DWT 120 kJ“ erworben. Bei der Probenvorbereitung wird der Rohrausschnitt zurechtgesägt, in „Gull-Wing“-Form gebracht und an einer hydraulischen Kerbpresse „Zwickroell 800 kN“ mit einer Kerbe versehen. Gövert ist einer der wenigen Dienstleister, die Prüfproben in Gull-Wing-Form herstellen und nun auch prüfen können. Mit dieser Form wird die ursprüngliche Krümmung an der Kerb- und Prüfstelle beibehalten, während eine herkömmliche Probe als bearbeitete Flachprobe mit Kerbe geprüft wird. Die Schlagprüfungen erfolgen mit einer instrumentierten Finne bei unterschiedlichen Temperaturen. Bei einem Fallgewicht von circa 3 t und einer Fallhöhe von etwa 4 m bringt das Fallwerk bis zu 120 kJ Energie auf, womit es als eines der leistungsstärksten Fallwerke weltweit gilt. Möglich sind so Prüfungen an großen Proben nach Normen wie ASTM-E 436, API-RP 5L3 oder DIN EN 10274.

Das Großfallwerk bietet sichere Prüfergebnisse, die mit einem Prüfzertifikat in Anlehnung an DAkkS nachweisbar sind. Zugleich verfügt es über eine zertifizierte Kalibrierung ab Werk und vor Ort beim Kunden. Die nachweissichere Erfüllung der Sicherheitsanforderungen und die Unterstützung bei der Projektierung waren für Gövert weitere Gründe, sich für das DWT 120 kJ zu entscheiden.

Zwickroell GmbH+Co. KG
Tel.: +49 7305 100
www.zwickroell.com